„Hochleistungsmaterialien für die Energiewende“

mint ecsmGleich zwei LLG-Schüler am Erfinderlabor „Hochleistungsmaterialien für die Energiewende“ in Darmstadt.

IMG 6492Das Zentrum für Chemie in Darmstadt wählt jedes Jahr 16 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe aus ganz Hessen aus, um eine Woche lang in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt und der Firma Merck an aktuellen Themen aus dem Bereich Materialwissenschaften zu forschen. Diesmal gab es eine kleine Sensation: Unter den hessenweit 235 Bewerbern wurden für die begehrten Plätze vom LLG gleich zwei Personen ausgewählt: Amelie Hofmann und Korben Pralle aus der Q2. Die beiden schildern im Folgenden ihre Eindrücke vom Praktikum in der letzten Maiwoche 2023:

"Gemeinsam mit 14 weiteren Schülerinnen und Schülern aus ganz Hessen durften wir Ende Mai eine Woche lang in Darmstadt am 33. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie mit dem Oberthema „Hochleistungsmaterialien für die Energiewende“ teilnehmen. Am Sonntagnachmittag sind wir mit dem Zug nach Darmstadt gefahren und haben uns in unserem Hotel direkt am Bahnhof, in dem wir übernachten durften, getroffen. Bei einem gemeinsamen Abendessen konnten wir uns als Gruppe kennenlernen und da wir uns alle wirklich gut verstanden haben, haben wir den Abend zusammen im Park ausklingen lassen. Am Montagmorgen ging dann das richtige Programm los: Wir sind zur Firma Merck gefahren, und diese hat sich uns erstmal vorgestellt. Im Anschluss gab es mehrere Vorträge ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen. Wir haben einiges über OLED-Displays und Flüssigkristalle erfahren.

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Im Anschluss gab es noch eine Tour über das Merck Firmengelände. Dienstag, Mittwoch und Freitag verbrachten wir in den Laboren des Fachbereichs Materialwissenschaften an der Technischen Universität Darmstadt. Wir waren in vier Kleingruppen aufgeteilt, die sich jeweils mit unterschiedlichen Themen befasst haben. Amelie war in der Gruppe „Magnete“. Magnete spielen in Bezug auf Nachhaltigkeit bspw. in Elektromotoren oder Generatoren von Windrädern eine wichtige Rolle. Nachdem wir zunächst etwas über die physikalischen Grundlagen von Magneten gelernt haben, durften wir uns anschauen, wie Magnete hergestellt werden, bevor wir dann Magnete u.a. unter einem optischen und einem Elektronenmikroskop untersucht haben. Korben hat sich in seiner Gruppe mit der Energiespeicherung in Batterien und mit Hilfe von Wasserstoff befasst. Nach einem Crashkurs für Elektrochemie durch unsere wissenschaftlichen Begleiter/innen ging es auch schon an die Praxis. Wir haben selber eine Batterie gebaut, die leider nach einigen Ladungen explodiert ist. Anschließend haben wir den Wirkungsgrad bestimmt.

IMG 6494In den folgenden Tagen haben wir uns mit der Wasserspaltung auseinandergesetzt. Unser Ziel war es, ebenfalls einen Wirkungsgrad zu bestimmen. Der Wirkungsgrad unserer Batterie war zwar deutlich höher, allerdings gibt es bei Batterien einige Komplikationen durch die Werkstoffe und daher sind wir zum Entschluss gekommen, dass an beiden Technologien weiter geforscht werden muss. Mittwochabend haben wir uns mit der Fachschaft für Materialwissenschaften getroffen. Zusammen im Biergarten sitzend konnten uns die Studenten einige Fragen zum materialwissenschaftlichen Studium klären. Sie haben auch von ihrem Alltag erzählt und uns generell über das Leben an der Uni informiert. Da wir immer bis 17 Uhr in den Laboren waren, blieb uns abends nicht mehr allzu viel Zeit. Dennoch haben wir gemeinsam mit den anderen kurz die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Darmstadts besucht, waren im Hotelpool oder haben uns nett unterhalten und Spiele gespielt. Etwas Zeit mussten wir auch noch in die Erstellung einer Präsentation investieren, denn am Freitag sind wir wieder zur Firma Merck gefahren und haben im Rahmen einer vierstündigen Abschlussveranstaltung in kurzen Vorträgen erläutert, was wir im Laufe der Woche gelernt und erforscht hatten.

Alles in allem freuen wir uns sehr, dass wir an diesem Erfinderlabor teilnehmen durften. Wir konnten authentische Einblicke in den Laboralltag an einer Uni gewinnen und erfahren, wie zukunftsorientierte Forschung wirklich funktioniert. Besonders gefallen hat uns auch die sehr angenehme Atmosphäre in unserer Gruppe und dass wir uns alle so gut verstanden haben."

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