Wie kommt es zu Sexismus? Was ist eine sexistische Handlung? Wer ist besonders davon betroffen? Und was kann man gegen Sexismus tun? Mit unter anderem diesen Fragen hat sich der Philosophiekurs der zehnten Klassen von Herrn Streckfuß im Rahmen des Schülerwettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung in den letzten vier Monaten intensiv beschäftigt – und das mit beachtlichem Erfolg.
Rund 1.600 Klassen und Kurse aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an dem Wettbewerb teil. Neben dem Thema Sexismus standen auch andere Themenbereiche wie Algorithmen, Deepfakes und weitere aktuelle gesellschaftliche Fragen zur Auswahl. Der Kurs entschied sich aufgrund der großen Aktualität bewusst für das Thema Sexismus und erarbeitete sechs Infotafeln, die sich umfassend mit Geschlechtergerechtigkeit beschäftigen.
Trotz vieler Bemühungen um Gleichberechtigung zwischen allen Geschlechtern besteht in unserer Gesellschaft noch immer ein deutliches Ungleichgewicht. Beispiele dafür sind unter anderem der Gender Pay Gap oder die weiterhin hohen Zahlen von sexualisierter Gewalt, die bislang kaum zurückgegangen sind.
Wie wichtig den Schüler*innen das Thema ist, zeigte auch ein kleines Selbstexperiment: Sie stellten sich gegenseitig die Frage, wie wichtig ihnen das Thema Sexismus auf einer Skala von eins bis zehn sei. Das bemerkenswerte Ergebnis: Jede*r einzelne*r Schüler*in, unabhängig vom Geschlecht, entschied sich für die höchste Bewertung, also eine Zehn.
Der Philosophiekurs analysierte das Thema Sexismus aus verschiedenen Perspektiven. Dabei wurden historische, philosophische und psychologische Aspekte ebenso berücksichtigt wie fachliche Expertise. Um zusätzliche Einblicke zu gewinnen, holten sich die Schüler*innen Unterstützung beim Weißen Ring und bei Pro Familia. Beide Organisationen beantworteten Fragen des Kurses und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Projekts.
Am Ende reichte es zwar nicht für einen Podiumsplatz, die genaue Platzierung wurde nicht bekannt gegeben, doch der Kurs konnte sich unter den rund 1.600 teilnehmenden Gruppen so weit nach vorne arbeiten, dass er mit einem Geldpreis von 150 Euro ausgezeichnet wurde.
Mittlerweile sind die erarbeiteten Infotafeln auch im Foyer des A-Hauses ausgestellt, damit sich die gesamte Schulgemeinschaft mit dem Thema auseinandersetzen kann und stärker für Sexismus sensibilisiert wird.

