Vom Lehrerzimmer ins Parlament: Felix Döhring berichtet aus erster Hand

Vom Lehrerzimmer ins Parlament: Felix Döhring berichtet aus erster Hand

Einen besonderen Einblick in die Welt der Politik erhielten kürzlich die Klassen 10a, 10d und 10e: Mit dem Gießener Felix Döhring (SPD) war ein aktiver Bundestagsabgeordneter zu Besuch, der sich viel Zeit nahm, um mit den Schülerinnen und Schülern über aktuelle politische Themen, seinen persönlichen Werdegang und den Alltag in der Bundespolitik zu sprechen.

Schon zu Beginn sorgte Döhring für Aufmerksamkeit, als er offen und mit einer Portion Selbstironie von seinem eher ungewöhnlichen Einstieg in die Politik berichtete. So sei er „relativ zufällig“ in den Bundestag gekommen, da sich in der Gießener SPD lange niemand gefunden habe, der gegen Helge Braun antreten wollte. Die politischen Ereignisse rund um die Bundestagswahl, unter anderem der viel diskutierte Auftritt von Armin Laschet im Ahrtal sowie die Aufholjagd von Olaf Scholz, hätten schließlich dazu geführt, dass Döhring das Direktmandat gewann und in den Bundestag einzog. Besonders interessant für viele war dabei auch sein beruflicher Hintergrund als ehemaliger Sport- und Politiklehrer, der ihm heute noch hilft, politische Inhalte anschaulich zu vermitteln.

Die Schülerinnen und Schüler waren bestens vorbereitet, nicht zuletzt dank der engagierten Vorarbeit ihrer Politiklehrkräfte Philipp Briel und Fabian Kleemann. Entsprechend vielfältig und anspruchsvoll waren die Fragen, die im Gespräch gestellt wurden. Themen wie die politische Haltung von Friedrich Merz, der Umgang mit der AfD im Bundestag, die Frage nach einer stärkeren Besteuerung von Reichtum oder notwendige Veränderungen im Bildungswesen wurden ebenso diskutiert wie die Rolle von Künstlicher Intelligenz für die Demokratie und die aktuelle Stabilität demokratischer Systeme. Immer wieder entwickelte sich dabei ein echter Dialog, bei dem auch unterschiedliche Meinungen ihren Platz fanden. Dabei gelang es Felix Döhring, auch komplexe Sachverhalte verständlich und nah an der Lebenswelt der Jugendlichen zu erklären.

Am Ende der Veranstaltung war deutlich spürbar, dass die Zeit viel zu schnell vergangen war: Viele Schülerinnen und Schüler hätten gerne noch einige Zeit länger weitergesprochen und weitere Themen vertieft. Der Besuch wurde von allen Beteiligten als äußerst bereichernd empfunden, eine rundum lohnenswerte Veranstaltung, die Politik greifbar machte und das Interesse an gesellschaftlichen Fragen und aktuellen politischen Ereignissen nachhaltig stärkte. Ein besonderer Dank gilt zudem Sabine Frank, die die Veranstaltung organisiert und damit diesen direkten Austausch überhaupt erst möglich gemacht hat.