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Aus dem Gießener Anzeiger: Zehn Einser-Abiturienten am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium

Aus dem Gießener Anzeiger: Zehn Einser-Abiturienten am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium

Neues aus den Fächern 25. Juni 2026

Das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium hat 130 Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet. Zehn Schülerinnen und Schüler erreichten die Traumnote 1,0.

Gießen – Das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium (LLG) hat 130 Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet und ihnen während einer Feierstunde die Abschlusszeugnisse überreicht. Zehn Schülerinnen und Schüler schafften ihr Abitur mit der Durchschnittsnote von 1,0 – die beiden besten unter ihnen, Quentin Rathe und Karl Fraatz, haben für ihre herausragenden Leistungen den von Prof. Fritz Ulferts gestifteten Ehrenpreis des LLG bekommen. Die weiteren Jahrgangsbesten sind: Charlotte Luisa Ackermann, Caitlin Alexa Barthel, Mirko Bodenmüller, Silja Frey, Oliver Gaßmann, Jan Nicolas Löschen, Luis Wehrum und Alma Aurora Widmann.

 

„Ihr habt tolle Haltung bewiesen“

„Vielfalt ist eine der großen Stärken des LLG. Und es ist schön zu sehen, wie aus so vielen unterschiedlichen Charakteren ein Jahrgang mit großem Zusammenhalt geworden ist“, betonte Direktorin Annette Pfannmüller in ihrer Ansprache. In ihrer sehr persönlich geprägten Rede erklärte sie, warum sie den Beruf Lehrerin gewählt habe. Ihr Vorbild sei ihre Grundschullehrerin gewesen. „Seid Euch selbst Vorbild und anderen Stütze. Leuchtet einander die Wegränder gebührend aus. Findet Euren Strom“, lautete ihr Appell. Angeregt durch die Schüler ihres Deutschkurses, die sie ermutigt hätten, sich ruhig einmal etwas zu trauen, sang sie anschließend mit der Schülerband „Good Riddance“ von Green Day – und das sehr überzeugend.

Für das Kollegium wandte sich Axel Düringer an die Absolventen. Er beschrieb den scheidenden Jahrgang als einen ganz besonderen, der sich durch gegenseitige Rücksichtnahme, Gemeinschaftssinn und Empathie ausgezeichnet habe. „Ihr habt tolle Haltung bewiesen und immer auf die Kleinen geachtet“, hob er hervor. Zudem ging Düringer auf die veränderte politische Weltlage ein und erinnerte daran, wie er mit den Schülern in der Q1-Phase den „amerikanischen Traum“ besprochen habe, der sich durch Donald Trump so schnell und radikal verändert habe. „Ich habe einen schönen Beruf und der Hauptgrund sind die Begegnungen mit Euch. Danke.“

Jonathan Fink, der für die Abiturienten sprach, griff den Hinweis der Schulleiterin auf. „Das LLG spricht viele Sprachen. Was uns verbindet? Wir haben alle das Abitur bestanden.“ Er sah in dieser kulturellen Vielfalt einen Vorteil gegenüber anderen, denn sie würden bereits eine vielfältige Gemeinschaft kennen. Der Schulleitung dankte Fink ausdrücklich, menschlich gewesen zu sein, den Schülern immer zugehört und sie unterstützt zu haben.

 

Ehrung für Diamantene und Eiserne Jahrgänge

Schulsprecher Mahdi Hadi gratulierte ebenso wie die Elternbeiratsvorsitzende Dr. Annika Kruse. Sie hatte einige Tage zuvor als Elternteil an einer anderen Schule eine solche Zeremonie erlebt und wusste um deren Emotionalität. Sie gab den Abiturienten den Rat, dass sie selbst herausfinden sollten, was ihnen wichtig sei, und dass sie sich „echte Menschen“ zum Reden suchen sollten, denn Social Media könne das nicht ersetzen.

Das LLG ist stolz auf seine mehr als 400-jährige Geschichte. Während der Zeugnisvergabe werden daher auch immer die Jubilare der Diamantenen (60 Jahre) und der Eisernen (65 Jahre) Abiturjahrgänge geehrt. Dieses Mal waren dies die Abiturjahrgänge 1966 und 1961. In seiner Ansprache wies Gunter Weckemann auf Besonderheiten der damaligen Jahrgänge hin: So habe es durch die Umstellung des Schuljahresendes von Ostern auf den Sommer 1966 jeweils zwei Abschlussklassen gegeben. Der 1961er-Jahrgang wiederum sei der letzte gewesen, der seine Prüfungen in dem ehemaligen Schulgebäude an der Bismarckstraße ablegte, ehe der Umzug in die Reichenberger Straße erfolgte.

Durch das Programm führten Julia Beck und Fabian Gutsch. Die Feier wurde von verschiedenen Ensembles und Solisten mitgestaltet, die die musikalische Bandbreite des LLG zeigten. So verabschiedete sich der bereits mehrfach bei „Jugend musiziert“ ausgezeichnete Oliver Gaßmann mit dem Musical-Song „Go the Distance“. Der Lehrerchor gab den Absolventen, begleitet von Tom Feldrappe, „A Million Dreams“ mit auf den Weg. Mit der Schülerband (Leitung: Jerry Maute-Möhl) wurde es dann ziemlich rockig. Kraftvoll beendete sie mit dem Lied „Feierabend“ von Ton Steine Scherben die Feierstunde.

 

Quelle: Gießener Anzeiger vom 25.06.2026

Team „Bluetooth Brothers“ des Langraf-Ludwigs-Gymnasiums bei internationaler Robotik-Meisterschaft in Eindhoven

Team „Bluetooth Brothers“ des Langraf-Ludwigs-Gymnasiums bei internationaler Robotik-Meisterschaft in Eindhoven

Neues aus den Fächern 25. Juni 2026

Mit ihrem Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft in Stuttgart am 31. Januar 2026 qualifizierten sich die Bluetooth Brothers für das European Premier Event der FIRST Tech Challenge in Eindhoven (Niederlande), das vom 18. bis 20. Juni 2026 stattfand. Für ein Team, das sich bereits im ersten Jahr seiner Teilnahme an der FIRST Tech Challenge für eine internationale Meisterschaft qualifizieren konnte, ist dies ein hervorragender Erfolg.

Bei diesem internationalen Wettbewerb traten insgesamt 105 Teams aus der ganzen Welt an. Die Teams gingen mit ihren selbst konstruierten und programmierten Robotern auf einem Spielfeld mit gleichzeitig drei weiteren Robotern an den Start, stellten ihre Arbeitsweise einer Jury vor und nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu anderen Teams zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

Besonders beeindruckt zeigte sich das Team von der Idee hinter FIRST (For Inspiration and Recognition of Science and Technology). FIRST ermutigt junge Menschen, ihrer Neugier zu folgen und neuen Fragestellungen nachzugehen. Gleichzeitig spielen Teamarbeit und Kommunikation eine zentrale Rolle und prägen das Gesamtbild der FIRST Tech Challenge. Mit dieser Vision gelingt es FIRST, Jugendliche für MINT-Themen zu begeistern und sie zu motivieren, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Während des ereignisreichen Events wurde der Zusammenhalt innerhalb des Teams weiter gestärkt. Die Teammitglieder konnten ihre Kenntnisse in vielen Bereichen erweitern und wertvolle Erfahrungen sammeln. Mit den gewonnenen Erfahrungen blickt das Team nun motiviert auf die kommende Saison ab September und auf neue Herausforderungen.

Das Team „Bluetooth Brothers“ besteht aus Schülern der Jahrgänge 7 bis 11 und wird von Christian Heiliger und Martin Fritsch betreut.

Verfasst am 20.06.2026 von Anna Mandru und Martin Fritsch

Aus der GAZ: LLG-Stück „Stolperstühle" gewinnt ersten Platz bei „andersartig gedenken"
Die Schülerinnen und Schüler bei der Probenarbeit zum LLG-Theaterstück Stolperstühle. © Oliver Schepp

Aus der GAZ: LLG-Stück „Stolperstühle" gewinnt ersten Platz bei „andersartig gedenken"

Neues aus den Fächern 07. Juni 2026

15 Schüler des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums werden am 23. Juni in Berlin ausgezeichnet. Ihre szenische Collage erinnert auch an 15.000 ermordete Menschen in der Landesheilanstalt Hadamar.

Gießen – Stuhl für Stuhl stapeln die Schülerinnen und Schüler des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums (LLG) zu einem zufälligen Berg. 15 Schüler – drei Jungs, zwölf Mädchen – sie alle besuchen die zehnte Klasse und sind Teil des Theaterstücks „Stolperstühle“. Die szenische Collage setzt sich mit den Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ auseinander und verbindet das Erinnern mit gegenwärtigen Fragen.

Nach dem ersten Durchgang muss auch Lehrer Steven Schlömer durchatmen. „Das berührt mich“, sagt er mit Blick auf die jungen Leute, die er im Fach Darstellendes Spiel unterrichtet. Die Schüler finden immer wieder in kleinen Runden zusammen. Es ist nicht laut, aber auch nicht andächtig. „Ich bin stolz auf die Gruppe“, sagt Schlömer. „Mit welcher Präsenz die an den Stoff rangehen. Denen ist das wichtig.“ Dabei haben sie nur zwei Schulstunden in der Woche Zeit, um zu proben.

Sie alle tragen Schwarz, betreten die improvisierte Bühne, nehmen einen Stuhl nach dem anderen und formieren eine lange Reihe. Die Stühle sollen „symbolisch für die unzähligen Menschen stehen, deren Leben durch ein ideologisch begründetes System von Ausgrenzung, Entwertung und Gewalt ausgelöscht wurde“, hat Schlömer in der Bewerbung für den Theaterwettbewerb „andersartig gedenken“ geschrieben. Am 23. Juni wird die Gruppe tatsächlich in Berlin ausgezeichnet. In der Kategorie Schul- und Jugendtheater erhalten sie den ersten Preis. Und an diesem Probenvormittag hat der Lehrer für die Schülerinnen und Schüler noch eine weitere gute Nachricht: Sie vertreten das Bundesland Hessen im September beim Schultheatertreffen der Länder in Frankfurt.

 

Erinnerung an Lina Butterweck

In „Stolperstühle“ erzählen sie unter anderem die Lebens- und Leidensgeschichte von Lina Butterweck. Sie wurde am 30. November 1913 als uneheliches Kind geboren und arbeitete als Hausangestellte. Fleißig und still ist sie. 1935 wird sie eingewiesen. Der Vorwurf: Verfolgungswahn. Sterilisation empfohlen, geplant, vollzogen. Von Herborn wird sie nach Hadamar verlegt. Lina Butterweck stirbt am 12. Juni 1941. Vermerk: erledigt! Die Schüler stellen sich auf die Stühle und rufen: Sie war da!

Hadamar ist von Gießen nicht einmal 70 Kilometer entfernt. Dass in der ehemaligen Landesheilanstalt Hadamar zwischen 1941 und 1945 im Rahmen der nationalsozialistischen „Aktion T4“ und der anschließenden dezentralen „Euthanasie“ rund 15.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen ermordet wurden, fließt in die Geschichte ein. Sie erinnern auch an den Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen, der in einer berühmt gewordenen Predigt die „Euthanasie“ angeprangert hat. „Wehe uns allen, wenn wir alt und gebrechlich werden“, sagt er damals und sieht „einen Angriff gegen Gott selbst.“

Die meisten der Jugendlichen kennen blöde Sprüche, rechtsextremes Gedankengut. Einige aus ihrem Alltag, andere über das Social-Media-Format „TikTok“. „Manchmal erschrecke ich mich richtig, was mir da ausgespielt wird“, erzählt eine Schülerin. Sobald sie in die falsche „Bubble“ komme, prasselten diese Inhalte in Endlosschleife auf sie ein.

Und Emilia ist noch einmal ganz besonders betroffen, denn sie ist kleinwüchsig. Sie hat in dem Stück einen einminütigen Monolog, in dem sie über Probleme spricht, über Barrieren, darüber, was sie stark macht, und was sie über die NS-Zeit und über „Euthanasie“ denkt. Ihr ist wichtig: „Vielfalt ist Stärke und nicht Schwäche.“ Manchmal belaste es sie, immer wieder mit diesen „schweren“ Themen konfrontiert zu sein. Dann braucht sie eine Pause. Aber ebenso brennt sie dafür, „diese wichtige Botschaft auf die Bühne zu bringen, dass jeder willkommen ist“.

Neben choreografischen Elementen, bei denen sie von Lucy Hahn, einer ehemaligen Schülerin des LLG unterstützt wurden, spannen moderne musikalische Elemente den Bogen in die Gegenwart. Unter anderem stimmen zwei Schülerinnen einen Rap an. Sie beide sind nach einer Party auf dem Nachhausweg und gehen über „Stolpersteine“. Stellen sich vor, wie es damals gewesen ist, als alle alles gesehen haben, aber kein Licht angeht. Und heute? „Sonne geht auf. Messer werden wieder gewetzt.“

Das Stück wird am Donnerstag, 11. Juni, und am Freitag, 12. Juni, jeweils um 19 Uhr, im LLG aufgeführt. Für Freitag gibt es noch Restkarten. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail an das Schulsekretariat unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. wenden.

 

Quelle: Gießener Allgemeine Zeitung vom 07.06.2026

Physik-Leistungskurs besucht das CERN in Genf

Physik-Leistungskurs besucht das CERN in Genf

Neues aus den Fächern 17. Juni 2026

Im Rahmen der Kursfahrt nach Genf hatte der Physik-Leistungskurs des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums die besondere Gelegenheit, das CERN – das weltweit größte Forschungszentrum für Teilchenphysik – zu besuchen. Begleitet wurde die Gruppe dabei von unserem Guide Leon Kerner, der spannende Einblicke in die aktuelle Forschung und die beeindruckende Infrastruktur des CERN vermittelte.

Ein zentrales Highlight war die Besichtigung der sogenannten Antimateriefabrik. Diese weltweit einzigartige Anlage dient der Herstellung und Untersuchung von Antimaterie. Hier werden Antiprotonen erzeugt, stark abgebremst und anschließend für Experimente bereitgestellt. In Kombination mit Positronen entstehen daraus Antiwasserstoff-Atome – inzwischen können davon bereits zehntausende pro Nacht produziert werden. Ziel der Forschung ist es unter anderem zu klären, ob sich Antimaterie exakt wie gewöhnliche Materie verhält.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Ring ELENA (Extra Low ENergy Antiproton), der die Antiprotonen weiter abbremst, sodass sie für hochpräzise Experimente nutzbar werden. So können beispielsweise winzige Energieunterschiede untersucht oder die Wirkung der Schwerkraft auf Antimaterie gemessen werden. In diesem Zusammenhang wurde auch das Experiment ALPHA-g vorgestellt, das untersucht, wie Antiwasserstoff im Gravitationsfeld der Erde fällt. Ergänzt wird diese Forschung durch weitere Experimente wie GBAR und AEgIS, die mit unterschiedlichen Ansätzen dieselbe Fragestellung verfolgen.

Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung des Linearbeschleunigers LINAC 2. Dieser etwa 30 Meter lange Beschleuniger war über Jahrzehnte der Einstiegspunkt in die Protonenbeschleunigerkette des CERN. Hier wurden Protonen auf rund 50 MeV beschleunigt – etwa 31 % der Lichtgeschwindigkeit – und anschließend in weitere Beschleuniger eingespeist. LINAC 2 bildete damit die Grundlage für zahlreiche Experimente, unter anderem auch für die Antimaterieforschung.

Ebenso beeindruckend war der Besuch des Low Energy Ion Ring (LEIR), eines Ringbeschleunigers mit einem Umfang von etwa 78,5 Metern. In LEIR werden schwere Ionen, insbesondere Blei-Ionen, gebündelt und beschleunigt, bevor sie in die nächste Stufe der Beschleunigerkette gelangen und schließlich im Large Hadron Collider zur Kollision gebracht werden. Besonders wichtig ist dabei das sogenannte Elektronenkühlen, durch das der Ionenstrahl stark verdichtet wird, um möglichst viele Kollisionen zu ermöglichen. Diese Experimente liefern wichtige Erkenntnisse über den Zustand der Materie kurz nach dem Urknall.

Den Abschluss des Besuchs bildete ein gemeinsames Mittagessen in der CERN-Mensa, bevor die Schülerinnen und Schüler das Gelände eigenständig weiter erkunden konnten. Dabei bot sich noch einmal die Gelegenheit, die besondere Atmosphäre dieses internationalen Forschungszentrums auf sich wirken zu lassen.

 

 

Masterclass Hadronentherapie – Physik-Leistungskurs zu Gast an der JLU Gießen

Masterclass Hadronentherapie – Physik-Leistungskurs zu Gast an der JLU Gießen

Neues aus den Fächern 01. Juni 2026

Am 01.06.2026 besuchte der Physikleistungskurs des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums Gießen die „Masterclass Hadronentherapie“ am II. Physikalischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen. Geleitet wurde die Masterclass Lara Dippel vom II. Physikalischen Institut und Anna Becker vom Kompetenzzentrum für Biotechnologie und Biomedizinische Physik der Technischen Hochschule Mittelhessen.

Am Vormittag erhielten die Schülerinnen und Schüler in einem einführenden Vortrag spannende Einblicke in die physikalischen Grundlagen moderner Strahlentherapie. Dabei wurden insbesondere die Wechselwirkungen verschiedener Teilchenarten mit Materie sowie zentrale Konzepte wie Energieverlust, Ionisation und der sogenannte Bragg-Peak thematisiert. Diese physikalischen Effekte bilden die Grundlage dafür, Tumorgewebe gezielt zu bestrahlen und gesundes Gewebe möglichst zu schonen.

Am Nachmittag stand die praktische Anwendung im Mittelpunkt: Mit dem Programm matRad entwickelten die Teilnehmenden eigenständig Bestrahlungspläne für einen simulierten Gehirntumor. Dabei untersuchten sie die Wirkung unterschiedlicher Strahlungsarten – Photonen, Protonen und Kohlenstoffionen – und optimierten Parameter wie die Strahlendosis und den Gantry-Winkel. Ziel war es, eine möglichst hohe Dosis im Tumor zu erreichen, während das umliegende Gewebe bestmöglich vor der Wirkung der Bestrahlung geschützt wird.

Die Masterclass des Netzwerk Teilchenwelt bot eine gelungene Verbindung von theoretischem Hintergrundwissen und praxisnaher Anwendung und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Einblick in ein hochaktuelles Forschungs- und Anwendungsfeld der medizinischen Physik. Das Netzwerk Teilchenwelt ist ein bundesweites Verbundprojekt von Universitäten, Forschungsinstituten und dem CERN, das Jugendlichen und Lehrkräften aktuelle Teilchen‑ und Astroteilchenphysik „zum Anfassen“ zugänglich macht.

 

 

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