Gießen (rsc). Nein sagen will der hessische Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) zu »zwei Dritteln der Finanzmittelwünsche bezüglich Digitalisierung« für den nächsten Doppelhaushalt. Das offenbarte er bei einem wirtschaftspolitischen Referat vor Schülern des PoWi-Leistungskurses (Politik/Wirtschaft) der Jahrgangsstufe 12 des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums (LLG).
Denn für Boddenberg haben die Digitalisierungsbemühungen ihre Grenzen. Besonders bei älteren Leuten gebe es massive Widerstände. Welche Investitionen priorisiert würden, wurde er in der Diskussionsrunde gefragt. Antwort: »Digitalisieren oder etwas für die Pendler tun? Die müssen jeden Tag vom Vogelsberg über 100 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz Fraport fahren.«
Für Sozialleistungen habe Deutschland in den letzten Jahren zu viel ausgegeben. »Es gibt in der EU nur wenig Länder, die so viel wie wir verteilen.« Die Rentenkasse werde in unserem Land durch die demografische Entwicklung enorm strapaziert. Er sei ein Befürworter der kapitalgebundenen Altersversorgung. Die Bürger und späteren Rentner sollten teilhaben an der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Unternehmen. Also sollten künftige Rentner am Aktienmarkt investieren. Norbert Blüms einstige Aussage, die Renten seien sicher, gelte nicht mehr.


Am Mittwochabend wackelten die Wände in der B-Aula: Gleich drei aktuelle Schulbands füllten ein abwechslungsreiches Programm aus bekannten Rocknummern, gefühlvollen Balladen und weniger bekannten Meisterstücken. Frau Maute-Möhl, Leiterin der Schulbands, berichtete über die schwierige Zeit der Bandarbeit während der Pandemie und führte mit kleinen Anekdoten durch die Veranstaltung.
Für 23 Mannschaften hieß es am Mittwoch: »Seil zu!« - »Zu!« - »Ab!«. Drei Kommandos, die alle Kletternden kennen. Und damit auch alle der knapp 150 Schülerinnen und Schüler, die zum Kletter-Regionalentscheid im DAV Kletter- und Boulderzentrum in Gießen angetreten waren. Im Rahmen einer Erweiterung der schulübergreifenden Wettbewerbe ist Klettern neu aufgenommen worden. An drei Standorten in Hessen werden Kletterentscheide durchgeführt - der Wettbewerb in Gießen war mit Abstand der größte, kamen hier doch sogar Schulen aus Darmstadt und Geisenheim, um sich mit den hiesigen Schulen zu messen.
Das Interview entstand durch die Kooperation mit der Gießener Justus-Liebig-Universität. Unser Dank gilt dem Fachbereich Hispanistik unter der Leitung von Frau Dolle.
